| Im Mittelpunkt der Stabilisierungsphase stehen:
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Absicherung des äußeren Umfeldes: Besteht noch Täterkontakt?
Wie ist mein Alltag geregelt? Gibt es unterstützende Personen
im Umfeld? |
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Entwicklung einer tragfähigen, vertrauensvollen therapeutischen
Beziehung |
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Wiederentdecken oder Neuerschaffen von persönlichen Unterstützungsquellen:
Was kann ich besonders gut, was tut mir gut, was stärkt mich? |
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Vermittlung von Übungen und Methoden, die es ermöglichen,
Erinnerungsauslöser zu erkennen und Flashbacks zu kontrollieren.
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Imaginationstechniken und Stabilisierungsübungen helfen,
emotional „die Zügel in der Hand zu behalten“.
Sie wurden in Deutschland besonders durch Luise Reddemann und Ulrich
Sachsse (1997) bekannt gemacht.
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| In der Phase der Traumabearbeitung
kommen in Deutschland vorrangig zwei Verfahren zum Einsatz: |
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Traumaexposition mit Imaginationstechniken
Bei der screen- oder Bildschirmtechnik wird ein Bild des Traumas auf
einen imaginären Bildschirm projiziert. TherapeutIn und KlientIn
betrachten gemeinsam die traumatische Erinnerung wie einen alten Film.
Ausgehend von einem Standbild mit geringer Bildschärfe werden
nach und nach verschiedene Sinnesqualitäten "dazugeschaltet":
Farbe, Ton, Bewegung, Gerüche, Geräusche, Gefühle.
Es entsteht schließlich ein gesamter "Film", der als
ein Teil der eigenen Biographie integriert werden kann. |
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EMDR - Eye Movement Desensitization and Reprocessing,
Begründerin Francine Shapiro (1995)
Die KlientIn wird in diesem Verfahren gebeten, sich auf die traumatische
Erinnerung zu konzentrieren und ein Bild auszuwählen, das repräsentativ
für die ganze Erinnerung ist. Alle damit verbundenen sensorischen
Eindrücke wie Gerüche, Geräusche, visuelle Bilder
werden abgefragt. Nun folgen eine Reihe Augenbewegungsserien von
links nach rechts und wieder zurück. Während die/der KlientIn
den Bewegungen des Fingers der/des TherapeutIn vor den Augen folgt,
erinnert und erzählt sie/er belastende Geschehnisse. Die traumatische
Erinnerung wird so lange mit Hilfe von Augenbewegungsserien bearbeitet,
bis der subjektive Belastungswert deutlich abgesunken ist. Die Gefahr
zu destabilisieren ist bei EMDR relativ groß, weshalb diese
Methode insbesondere bei komplex traumatisierten Menschen - wie
etwa Frauen mit langjährigen Gewalterfahrungen - nur bedingt
empfehlenswert ist.
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Die letzte Phase der Traumatherapie
ist eine Phase der Reintegration: Schmerz, Wut und Trauer werden
verarbeitet. |
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Betroffene müssen sowohl in
ihrem inneren Erleben als auch in ihrem sozialen Verhalten ein verändertes
und neues Lebensgefühl gewinnen. Es gilt, neue Bewältigungs-
und Lebensstrategien aufzubauen. Wichtig ist auch eine gute Unterstützung
im sozialen Umfeld, um wieder an das Leben anzuknüpfen. Sinnvoll
sind deshalb Gespräche mit Familienmitgliedern, PartnerInnen
und FreundInnen. |