Magersucht (Anorexia nervosa)

Die Anorexie tritt meist bei Mädchen und jungen Frauen auf. Oft beginnt die Krankheit mit einer einfachen Diät. Zeigt diese Diät Erfolg, spüren die Mädchen, dass sie Kontrolle über den eigenen Körper gewinnen können. Das ist ein attraktives Gefühl.

Anfangs fühlen sich Magersüchtige besser. Auch die Umwelt bestätigt sie: "Wow, Du bist ja schlank geworden." Dies führt dazu, dass die Mädchen und jungen Frauen die Diät nicht beenden, sondern verschärfen.

Anorektische Frauen finden ihren Körper dick und aufgebläht, auch wenn sie schon lebensbedrohlich abgemagert sind. Sie kontrollieren ihr Gewicht ständig und reagieren panisch auf jedes Gramm, das die Waage mehr anzeigt.

Im Verlaufe der Erkrankung schränken Frauen mit magersüchtigem Verhalten ihre sozialen Kontakte immer mehr ein, sie vereinsamen. Sie wollen nicht genötigt werden, etwas zu essen: "Du kannst es doch vertragen." Die Gedanken fixieren sich unerbittlich aufs Abnehmen und Essen. Auch kann es zu Essanfällen und dem Missbrauch von Abführmitteln kommen oder zu extremem Sporttreiben. Eine Magersucht kann in eine Ess-Brechsucht übergehen.

Körperliche Folgen der Magersucht können sein:
Schwere Mangelerscheinungen (Eisen-, Kalium- und Kalziummangel)
niedriger Blutdruck
Hautprobleme
Haarausfall und flaumartige Körperbehaarung

Im fortgeschrittenen Stadium:
Wassereinlagerungen und Herzbeutelerguss
Muskelschwäche mit Gefahr des Herzstillstandes. In 10-15 Prozent der Fälle endet die Krankheit tödlich.