HelpTheHelper
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Gesundheitliche Folgen von Gewalt bei Frauen und Mädchen:
Erkennen, beraten, kompetent weiter verweisen
Gefördert von der Europäischen Kommission im Rahmen der Daphne
Initiative
Projekt-Nummer: 02/177/WY
Laufzeit: 01.02.2003 – 31.01.2004
In diesem EU Projekt haben wir mit europäischen Partnerinnen audiovisuelles
Schulungsmaterial zum Thema erstellt und es in Fortbildungen in allen
beteiligten Ländern eingesetzt. Der Schwerpunkt liegt auf dem vielschichtigen
Störungsbildern der Posttraumatischen Belastungsstörung (PTSD).
Partnerinnen:
Großbritannien:
Women's Therapy Centre (WTC), London - Psychoanalytisch orientierte Psychotherapie
für einzelne Frauen und Gruppen, Beratung, Supervision, Fortbildungen.
www.womenstherapycentre.co.uk
Spanien:
COPSA, Barcelona - Sozial- und Bildungsarbeit. Berufliche Fortbildung,
Maßnahmen zur sozialen Integration, Organisations-Entwicklung, psychologisch-pädagogische
Hilfen, juristische Beratung, Psychotherapie und Gesundheitsfürsorge.
copsacooperacion@telefonica.net
Projektziel
Sensibilisierung
von MitarbeiterInnen sozialer, medizinischer und öffentlicher Dienste
für gewaltbedingte Krankheitsbilder und ihre Hintergründe. Sie
sollen in die Lage versetzt werden, entsprechende Symptomatiken bei ihrer
weiblichen Klientel zu erkennen, Opfer von Gewalt zu beraten und kompetent
weiter zu verweisen.
Material
und Konzept
Das Schulungsmaterial bedient sich filmischer Mittel wie Animationen,
Bilderfolgen, computerbearbeitete Kamerafahrten und Grafiken (kein Dokumentar-
oder Spielfilm). Um unterschiedliche Berufsgruppen ansprechen und Länderspezifika
berücksichtigen zu können, zeigt der Schulungsfilm ein offenes
Design in Form eines ergänzbaren Modulsystems. Inhalte können
gezielt ausgewählt und zielgruppengerecht präsentiert werden.
Inhaltlich umfassen die sechs Module folgende Themen:
- Was ist ein Trauma? (Definition)
- Wie erkenne ich eine Posttraumatische Belastungsstörung?
(Symptomatik)
- Wen betrifft es? (Risikofaktoren und Prävalenz)
- Was geschieht im Gehirn? (Hirnphysiologische Reaktionen)
- Was leistet Therapie - speziell traumatherapeutische
Verfahren?
- Wer hilft? Was hilft? (Beratung und Weiterverweisung).
Für die TeilnehmerInnen gibt es Print-Material mit
Hintergrundtexten zu den einzelnen Filmmodulen, weiterführender Literatur
und umfangreiche Adresssammlungen von jeweils regionalen Einrichtungen,
die speziell bei geschlechtsbezogener Gewalt und bei PTSD unterstützen
(Beratungsstellen, Psychotherapeutische Praxen, Kliniken).
Film und Printmaterial sind länderspezifisch angepasst und liegen
in deutsch, englisch und spanisch vor.
Methodisch wechseln Informationsblöcke (Film, Vortrag,
Visualisierung anhand von Diagrammen), mehr auf das Erleben fokussierte
Abschnitte (assoziative Arbeit, Selbst-Erfahrung im Erleben und im Umgang
mit stressreichen Situationen) sowie kollegialer Austausch ab. Die Fortbildungen
sind auf etwa drei Stunden ausgerichtet.
Die Evaluation des Projektes hat ergeben, dass die TeilnehmerInnen
das Konzept der Fortbildungen und besonders seinen Methodenmix als sehr
positiv und effektiv bewerten.
Presseberichte

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Niedersächsisches
Ärzteblatt (76. Jahrgang, Dezember 2003) |
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Impulse, Newsletter zur
Gesundheitsförderung, Hg.: Landesvereinigung für Gesundheit
Niedersachsen e.V. (LVG Nds.) |
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Rundbrief Netzwerk Frauen/Mädchen
und Gesundheit Niedersachsen, Hg.: ProFamilia LV Niedersachsen, Niedersächsisches
Ministerium für Soziales, Frauen, Familie und Gesundheit (MS),
LVG Nds., Nr. 16, Dezember 2003 |
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Auguste - Frauenzeitschrift
der Universität Göttingen
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Problemhintergrund
Gewalt
gegen Frauen und Mädchen kann zu tiefgreifenden Traumatisierungen
führen. Unbewältigte Traumata ziehen schwere gesundheitliche
Störungen nach sich; eine organische Ursache ist nicht immer festzustellen.
Studien bestätigen, dass die Prävalenz einer Posttraumatischen
Belastungsstörung (PTSD) bei Opfern sexueller Gewalt (fast ausschließlich
Frauen/Mädchen) am höchsten ist. Die Störungsbilder der
(komplexen) PTSD sind vielschichtig: Ängste, Depressionen, Sucht,
Ess-Störungen, Identitäts- und Persönlichkeitsstörungen.
Darüber hinaus können viele weitere körperliche, psychische
und psychosomatische Störungen mit Gewalterfahrungen konnotiert sein.
Gegenwärtig geht man davon aus, dass europaweit etwa jede fünfte
Frau Formen von Gewalt erlitten hat, die Auswirkungen auf ihre Gesundheit
hat. Der Wissensstand über die gesundheitlichen Folgen von geschlechtsspezifischer
Gewalt ist demgegenüber mangelhaft - über Ländergrenzen
hinweg und quer durch alle in Frage kommenden Berufsstände. Diesem
europaweit existierenden Problem widmet sich das EU-Projekt HelpTheHelper.
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